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Deutschland Nord-Süd 2011

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Zeitpunkt:

Beschilderung an der 1. Etappe

4. Oktober - 14. Oktober 2011 (11 Tage)

Strecke:

Etappenverlauf: möglichst der Luftlinie Fldensburg-Schaffhausen und möglichst an Flüssen entlang (Die Karte stammt vom ADFC und heisst "Deutschland per Rad - EntdeckerKarte")

per Bahn:
am Montag, 3. Obtober ab Schaffhausen mit Regionalexpress (Velo-Selbstverlad) nach Basel Bad Bf, Ankunft 21.17 h
Weiterfahrt im Nachtzug CNL 478 um 22.19 h bis Hamburg HBF (Verspätung: Anschlusszug verpasst)
Weiter um 10.43 h nach Flensburg, Ankunft 12.45 h, Stadtbesichtigung

per Velo:
- Dienstag, 1. Etappe: Flensburg - Rendsburg (Ochsenradweg) = 87 km, 20,0 Ø (Schönes Wetter, warm, SW-Gegenwind)
- Mittwoch 2. Etappe: - Stade (Nord-Ostwee-Kanal bis Brunsbüttel, keine Fähre über Elbe Richtung Cuxhaven, geändert über Glückstadt - Elbe-Fähre - Elbe-Radweg bis Stade) = 134 km, 18,5 Ø (Wetter bedeckt, kühl, SW-Gegenwind)
- Donnerstag 3. Etappe: - Bremen (über Harsefeld - Zeven - Lilienthal) = 98 km, 16,3 Ø (60 Min. Regenschauer, sehr kühl, starker SW-Gegenwind)
- Freitag 4. Etappe: - Stolzenau (Weser-Radweg) = 133 km, 19,2 Ø (10 km Falschfahrt in Bremen Richtung Wesermündung statt umgekehrt, anfangs Sonne, ab 16 h kurze, starke Regenschauer, kühl, SW-Gegenwind)
- Samstag 5. Etappe: - Hameln (Weser-Radweg) = 114 km, 18,2 Ø (kühl, sonnig, bedeckt, Regenschauer, SW-Gegenwind - Porta Westfalica, dann Rückenwind)
- Sonntag 6. Etappe: - Hann. Münden (Weser-Radweg) = 137 km, 18,6 Ø (anfangs neblig, Sonne, kühl, starker SW-Gegenwind)
- Montag, 7. Etappe: - Schlitz (Fulda-Radweg) = 151 km, 19,9 Ø (wärmer, teilweise Sonne)
- Dienstag, 8. Etappe: - Offenbach (Fulda-Radweg, ab Fulda (Hessen-Radweg R3 über Schlüchtern - Steinau - Gelnhausen) = 151 km, 17,5 Ø (anfangs Nieselregen, bedeckt, starker Gegenwind)
- Mittwoch, 9. Etappe: - Bad Schönborn (Hessen-Radweg R8, über Darmstadt - Bensheim - Lorsch - Heidelberg (Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg) = 132 km, 18,2 Ø, (bedeckt, kühl, starker Gegenwind)
- Donnerstag, 10. Etappe: - Horb (Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg) über Östringen - Bretten - Pforzheim - Bad Liebenzell - Calw - Nagold = 139 km, 16,3 Ø, (bedeckt, kühl, gegen Abend aufhellend)
- Freitag, 11. Etappe: - Schaffhausen (Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg/Neckar-Radweg) über Sulz - Rottweil - Bad Dürrheim - Donaueschingen - Blumberg - Randen = 127 km, 17,5 Ø (schön, kalt, starke SO-Bise)
Total Velostrecken: 1410 km

Unterkunft:

Hotel Westfalia: tolles Hotel, Radfahrer sehr willkommen!

- Nachtzug: Einzel-Schlafabteil, komfortabel, (100 €)
- Rendsburg: Hotel Neuwerk (55.- €) sehr ruhig nach hinten, gut bürgerlich (ohne Restaurant)
- Stade: Hotel Ramada am Hafen (70 €), schön gelegen, komfortabel, mit Restaurant
- Bremen: Hotel Westfalia (75 €), Radler sehr willkommen, komfortabel, zentral gelegen, auch nach hinten lärmig, ohne Restaurant
- Stolzenau: Hotel Zur Post (40 €), ruhig nach hinten, günstig, mit Restaurant
- Hameln: Hotel La Principessa (78 €) komfortabel ausgebaut, neu renoviert, sehr ruhig nach hinten, kalte Steinböden, ohne Restaurant
- Hann. Münden: Hotel Im Anker (45 €), einfach, ruhig in Fussgängerzone gelegen, ohne Restaurant
- Schlitz: Hotel Hahn (35 €), einfach, ruhig nach hinten, mit Restaurant
- Offenbach: Hotel Europa (77 €, Zuschlag bei Messen erheblich teurer), komfortabel, Klimaanlage, sonst lärmig an Strasse, ohne Restaurant
- Bad Schönborn: Landgasthof Falkenhorst (55 €) , sehr ruhig, gut, kein Restaurant
- Horb: Gasthaus Zum Schiff (45 €), neu renovierte Zimmer, ruhig, sehr komfortabel, preisgünstig, mit Restaurant

Im Allgemeinen für unsere Verhältnisse günstige Hotels in Deutschland (Kurs war 1 € = 1,26 SFR)

Radführer:

noble Fahrradparkplätze

- ADFC-EntdeckerKarte (siehe unter Strecke) mit allen wichtigen Radrouten
- Radtourenbuch "Weser-Radweg" (spiralgebunden) vom Verlag "Esterbauer" (Ein original bikeline-Radtourenbuch)
- Smartphone mit Google-Maps mit GPS-Ortung (wichtig, wusste manchmal nicht mehr, wo ich bin)

Tour-Beschreibung

Flensburg, ein kleiner Bahnhof, der Startpunkt meiner Reise

Positiv:
Überrascht, im flachen Nordensehr gute Tourbeschilderungen mit Symbolschild, mehrheitlich geteert während Naturstrassen sehr gut ausgebaut sind. Das Flachland wird man mit der Zeit satt, vor allem, wenn man Gegenwind hat. Richtig schön war der Einstieg in die hügelige Landschaft des Weser-Radwegs in Porta Westfalica. Immer wieder faszinierend die zum Teil sehr schönen Städte mit Fachwerkhäusern; man fühlt sich dem Mittelalter nahe! Freudig überrascht war ich von Städten wie Stade, Bremen, Hameln, Hann. Münden, Heidelberg sowie auch die kleineren Ortschaften wie Calw, Nagold, Rottweil. Radtouren an Flüssen sind einfacher zu fahren und zugleich auch romantischer!
Und immer wieder muss gesagt werden: Fahrradfahren in Deutschland der vielen Radwege ist ein Vergnügen! Rücksichtsvoll auch die Autofahrer: Gerne werden den Fahrradfahrern der Vortritt über eine Hauptstrasse gewährt! Ich hatte auf meiner Fahrt keinen einzigen kritischen Grenz(un)fall erlebt.

Hermann Hesse begrüsst mich auf seiner geliebten Brücke in Calw

Negativ:
katastrophal die Fahrradbeschilderung in und um Offenbach, ebenfalls auch auf dem Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg waren teilweise schlechte Beschilderungen; ich fand den Eindruck, dass dies von Landkreis zu Landkreis verschieden war, ab Donaueschingen kaum lesbare, verdreckte Schilder. Teilweise Führung der verschiedenen Radwegen an stark befahrenden Bundesstrasse und sogar an Autobahnen. Im deutschen Süden wird die Kreditkarte in verschiedenen Hotels und Gasthäusern gemieden, warum?? Der Oktober für Fahrradtouren ist problematischer wegen nassem Laub und den verschiedenen Baumnüssen/Eicheln.

Kosten: für unsere Verhältnisse Essen, Trinken sehr günstig, Übernachtungen in Deutschland günstig

Erinnerungen: Digitalbilder (Kamera: Sony DSC-HX9V mit GPS)

Schlafabteil im Zug, und das Velo im Gepäckabteil

wegen Verspätung des Zuges die Gelegenheit, Hamburg in 100 Minuten per Velo zu erkunden

lustige Abfallbehälter ....

... mit ausgefallenen Einladungen

Stadtbesichtigung in Flensburg

Der Norden hat einiges an Architektonischem zu bieten

Das Grenz-Bahnhöfchen Flensburg, ein fast tristes Dasein

Die Beschreibung folgt im nächsten Bild ...

Gibt's nur im Norden: rote Backsteinhäuser mit Reetdächer

sehr viele Seen und Weiher prägen Schleswig-Holstein

Schleswig, ein hübsches Städtchen vom Süden aus gesehen

eine gelungene Plastik am Hafen von Schleswig

Beschreibung eines Eriksteines ...

.. oder Hunenstein

da geht man lieber auf die Seite ...

guter, schwarzer Humus

Die Bahn hat kaum Kurven und keine Steigungen

Windenergie funktioniert im Küstenbereich und an der See immer

die 1. Etappe geschafft: Rendsburg



Die Schwebefähre bei Rendsburg über den Nord-Ostseekanal, ein Unikum ...

... aufgehängt an Stahlseilen, oben die Eisenbahn, unten werden Fahrzeuge übergesetzt

Der Nord-Ostseekanal oder früher Kaiser-Wilhelm-Kanal, zeigt die KM an bis Brunsbüttel (Nordsee)

Brücken gibt es nicht viele, dafür kostenlose Fähren

Auch grosse Schiffe verkehren auf dem Kanal

60 km am Kanal entlang, wenn nur nicht der (verdammte) Gegenwind wäre

sogar ein Sand-Badebucht gibt's

Die Eisenbahnstrecke von Hamburg nach Sylt

eine kühne Konstruktion, vor über 100 Jahren gebaut und im Originalzustand

Ein Frachter mit Windkraftrotoren

Elb-Dämme schützen das Hinterland

auf dem Weg Richtung Glückstadt, da es keine Elbefähre in Brunsbüttel gibt??!!

immer wieder Wildentenschwärme am Elbestrand auf Futtersuche

vornehmes Viertel vor dem Fährhafen in Glückstadt

schöne Villen am Deich aber doch mit Blick über die Elbe

Mit der Fähre über die Elbe mit Blick auf Glückstadt

eine Zwangspause ist mit der Überfahrt der Elbe verbunden

da scheint der Osterhase das ganze Jahr zu sein

typisches nordisches Bauernhaus

Stade, der 2. Etappenort ist erreicht, eine wirkliche wunderschöne Stadt













Schloss Agathenburg nach Stade

Der Veloweg geht über Wasser

Windmühlen aus alter Zeit finde ich irgend wie schöner wie die Windkraftwerke

Bremen, die 3. Etappe ist erreicht

... eine wirklich schöne Stadt

... das Rathaus, UNESCO-Weltkulturerbe

in der Böttcherstrasse





Die Weser wird mich flussaufwärts für 3 Tage begleiten

Windjammer, heute meist als Restaurants eingesetzt



wer kennt sie nicht, die Bremer Stadtmusikanten

Ausfahrt aus Bremen, das neu erstelle Weserstadion für 43'000 Besucher eingerichtet, direkt am Fahrradweg

die 1. Mannschaft beim Training, vom Fahrradweg aus per Teleobjektiv eingefangen

keine Schleichwerbung, nur Tatsache, die berühmte Kaffeerösterei Jacobs, gegründet von einer Bremer Familie mit Namen Jacobs

vorbildliche Fahrradwegweiser im Norden ...!

wieder kann man Dammfahren entlang der Weser

eine Windkraftanlage wird wieder mal erstellt





Verden ist erreicht ....

der Dom ist ein Augenschmaus, wahrscheinlich wäre auch die Orgel ein Ohrenschmaus





sicherlich früher auch ein Kloster

Architektonisch immer wieder faszinierend: die Klosterkreuzgänge

immer wieder: vorbildliche Wegführung

herrliche renovierte Fachwerkhäuser zieren den Weg

Die Stiftskirche Bücken

eine buntbemalte Kirche mit eigenem Reiz: der Lübbecker Altar

bei Holtrup: Wildgänse und Holstein-Kühe



auf der 5. Etappe von Stolzenau - Hameln

und immer wieder Zeitzeugen aus alter Zeit

... bald habe ich die norddeutsche Tiefebene hinter mir



Minden erreicht

Porta Westfalica verändert die Landschaft: Hügelzüge säumen die Weser

Bad Oeynhausen, im Kurpark

grossartige Kuranlagen präsentiert Bad Oeynhausen



In den Städten immer wieder Brunnen-Sujet

Regenschauer melden sich an

Vor Hameln ging ein wolkenbruchartiger Regenschauer mit Sturmböjen über die Landschaft

nach 10 Minuten war alles vorbei

ein fahrradfreundliches Wirtshaus mit Kaffee u. verschiedenen Angeboten, direkt am Veloweg

Die Sturmböjen verlangten ihr Tribut

stimmungsvoll das Wetter



immer wieder vorbildliche Informationstafeln für Fahrradfahrer mit Karten, Unterkunft und Sehenswürdigkeiten

Diese Brücke verrät die Stadt: Hameln mit seiner Rattenfänger-Sage

ein Bijou von einer Stadt erwartete mich







eine Plastik über das Thema: Wiedervereinigung Deutschlands

Das Rattenfänger-Haus von Hameln ....

Die Geschichte können Sie im Internet nachlesen

Der Rattenfänger von Hameln, überall begegnet man ihm!

der nächste Tag: Nebelschwaden geben der Landschaft ein eindrückliches Bild





Sagenumworbene Gestalten auf dem Weg nach Süden: Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, genannt der Lügenbaron

... in Bodenwerder





die Burgruine Polle



Holzminden





Das Kloster Corvey, gegründet im Jahre 822 als Benediktinerabtei

im vorderen Teil die Kapelle, angebaut an der Klosterkirche

die Kirche selber

Hann. Münden erreicht, das Etappenziel,wo die Werra und Fulda sich küssen und der Name fortan als Weser bis in die Nordsee genannt wird.

wieder eine eindrückliche, schöne Stadt







auf der 7. Etappe Richtung Fulda: Liebesschlösser auf einer Fussgängerbrücke in Kassel

Melsungen

IC-Linie durchquert das Fuldatal

Auf der 8. Etappe Richtung Offenbach: Der Dom von Fulda, Sitz des Erzbistums Fulda

... und im Innern des gewaltigen Domes

in Steinau zum Gedenken an die Gebr. Grimm, die hier gewohnt haben

das Grimm-Haus

Kindheitserinnerungen werden wach: "Der Froschkönig"

am Niddasee nach Schotten

die Kinzig, malerisch und romantisch

Gelnhausen

auf der 8. Etappe ab Offenbach, hier nach Darmstadt an der Bergstrasse entlang

Rebberge gehören in die Landschaft

... ebenso wie Burgruinen

die Studentenstadt Heidelberg, immer eine Reise wert

Formation von Enten auf dem Neckar

die malerische Neckarbrücke aus rotem Sandstein

Blick auf Pforzheim nach dem hügeligen Kraichgau

Noch ist der Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg gekennzeichnet

Nach Pforzheim taucht man wieder in eine herrliche Flusslandschaft, der Nagold

Bad Liebenzell

ein malerischer Flecken: Calw ....

... der Geburtsstadt von Hermann Hesse

der Marktplatz

das Geburtshaus von H. Hesse

überall begegnet man ihm ...

ist das nicht eine besonders attraktives Pferd?

wieder mal Natur pur

Nagold

Nach Nagold war wieder mal eine Steigung vorgesehen, hier bei Eutingen

Übernachtung in Horb im komfortablen Gasthaus "Zum Schiff", grossräumig und luxeriös

Blick zurück auf Horb im schönsten Sonnenschein, dies den ganzen Tag ....

...entlang dem Neckar, morgens sehr frisch, 2 Grad, auf der letzten Etappe unterwegs Richtung Heimat

Ein Foto von mir mit Selbstauslöser kurz vor Rottweil

Aufstieg vom Neckar gegen Rottweil, wunderschöner Radweg

Rottweil, auch wieder ein Stadt-Bijou

nach Rottweil wieder mal den richtigen Veloweg verpasst mit ....

... Umweg über Trossingen - Bad Dürrheim - Donaueschingen, hier die Donau

Das Fahrrad im 11-tägigen Einsatz zeigt Spuren

Blick zurück über die Baar bei Behla

Blick zurück von der Ortschaft Randen Richtung Schwarzwald

heimatliche Gefühle steigen auf: die Schweizer Grenze oberhalb Bargens ist erreicht

Blick auf den Hegau Richtung Bodensee bei Neuhaus


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